Freitag, 16 Uhr. In meinem Todoist-Projekt lagen 14 Aufgaben, die ich in einer normalen Woche zwischen Terminen abgearbeitet hätte: zwei Analysen, ein Konzeptentwurf, mehrere Rechercheaufträge, ein Stapel Textarbeit.
Ich habe sie nicht mitgenommen ins Wochenende. Ich habe sie gebrieft, jede Aufgabe mit Kontext, gewünschtem Ergebnis und klaren Grenzen, und der KI übergeben. Dann habe ich den Laptop zugeklappt.
Montagmorgen
11 der 14 Aufgaben lagen als Ergebnis im Review. Nicht alles davon war perfekt: zwei Analysen habe ich nachsteuern lassen, ein Text brauchte meine Hand. Aber der Rohbau stand überall. Drei Aufgaben kamen als Rückfrage zurück, weil mein Briefing zu dünn war.
Das ist der Punkt, den ich unterschätzt hatte: Die Qualität der Ergebnisse ist fast immer eine Funktion der Qualität des Briefings. Die KI arbeitet exakt so gut, wie ich delegiere. Wie ein sehr schneller, sehr wörtlicher neuer Mitarbeiter.
Was ich daraus gelernt habe
Erstens: Der Loop schlägt den Chat. Hätte ich diese 14 Aufgaben im Chatfenster begleitet, hätte ich das Wochenende am Rechner verbracht. Im Loop war ich nur bei Auftrag und Review dabei.
Zweitens: Das Review-Gate ist nicht verhandelbar. Alles wird geprüft, bevor es nach draußen geht. Deshalb kann ich der Maschine auch große Aufgaben geben, ohne nervös zu werden.
Drittens: Delegieren an KI ist eine Fähigkeit, kein Werkzeug. Der Grundpfad aus Steuerpult, Briefing, Anbindung und Review ist schnell verstanden. Die Meisterschaft liegt in den Details der Tickets.
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